Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich wird alles vertraulich behandelt.

aktueller Stand: 24.07.2020

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Das Holt muss leider immer noch pausieren, aber bald geht es weiter!

Orgel in Münchner Seniorenheim, Bj. um 1930

Jetzt ist der Motor da, hab aber keine Zeit!

Harmonium Johannes Titz, Löwenberg, Bj. 1909

Beim Titz-Balg standen die letzten Lederarbeiten an, indem bei geschlossenem Balg die Lederkanten geleimt wurden.

Nun wurden die ersten Papierteile zugeschnitten. Nach einigen Fehlkäufen, habe ich nun ein Papier, welches nahezu identisch zum Original ist.

Orgelbauer generell und bayerische im Besonderen, stehen auf Weiß-Blau! Weiß-Grün ist aber auch sehr schön.

Am Kanal zum Windkasten brachte ich eine Dichtung an. So können Schöpfer und Magazin künftig beschädigungslos getrennt werden.

Die Lederteile des Magazinbalges, erhielten eine Pflegeeinheit mit Lederbalsam.

Nun war die Balganlage wieder zusammen und erhielt ihre letzten Papierstreifen.

li: Die Platten der Schöpf-ventile erhielten neue Lederdichtun-gen und natürlich Schöpfventile.

Nach der Montage der Gangbegrenzer und Federn, waren sie zum Einbau bereit.

Nachdem die Schöpfventile montiert waren, ging es im Windkasten weiter.

li: Beim an-schließenden Einbau des Mittelsteges, fiel mir auf, dass dieser ca. 1,6mm zu wenig Höhe hatte, was die zahlreichen "Dichtungs-maßnahmen" erklärt, welche am Registerbrett getätigt wurden.

Hier wurden die Fangventile erneuert, welche den geschöpften Wind im Windkasten fangen (und nicht wieder zurück lassen sollten).

Hier sieht man den aufgedoppelten Steg, welcher nun wieder bündig zum Windkastenrahmen liegt.

Es folgte der Einabu der Doppel-Expression.

Die sehr unterschiedlich zusammen gepresste Dichtung des Windkastens, veranlasste mich dazu, eine neue herzustellen.

Die Dichtung ist verleimt, noch fehlen die beiden Mittelteile, welche mit der umlaufen-den Dichtung NICHT verleimt werden.

li: Die Garnierung der Prolon-gement-Aus-lösung wurde erneuert.

Zwischendurch wurde das Gehäuse für den Einbau des Balges vorbereitet. U.a. konnten nun die gut gemeinten "Balgbegrenzer" ausgebaut werden, da die Bälge die Spannung ja wieder gut aushalten.

Der Einbau des Balges ging ungleich sanfter aus der Ausbau (durch dicke Leimspuren verklebt).

SO muss ein Balg aussehen, dann klappt es auch mit dem Expressionsspiel im Grand Jeu.

Die exakt gleiche Stellung beider Tritte (rote Linie), zeugt von präziser Arbeit an den Bälgen.

Da der Windkasten nun wieder eine plane Auflagefläche bot, konnten die "Hilfsmittel" an der Unterseite des Registerbrettes entfernt werden.

Hier ein Blick auf das Instrument, kurz vor dem Einsetzen des Werkes.

Bis auf ein paar kleinere Arbeiten an einzelnen Percussions-Stechern, gab es hier nichts zu tun.

Noch ein Qiuetschen hier, ein Klappern da beseitigt und das Instrument war wieder fit für die nächsten Einsätze.

Gerne würde ich hier nun einen Link zum kompletten Restaurierungsbericht setzen, aber den gibt es leider noch nicht. Sobald ich in fertig habe, werde ich es auch auf dieser Seite bekannt geben.

Aber ich kann dennoch einen Link einfügen, denn das Instrumetn wird in Kürze öffentlich zu hören sein.

08/09.08.2020:
Buchkonzert, "Zwischen Eifelturm und Nautilus", Gemeindesaal der Kirchengemeinde Frohnau (13465 Berlin, Zeltinger Platz 18) - Beginn 18.00 Uhr
Mit einem Klick direkt zum Veranstalter:

Pedalharmonium Schiedmayer, Stuttgart, Bj. ca. 1890

Diese Instrument habe ich 2008 aus einer sanierungs-bedürftigen Kapelle gerettet., ohne zu wissen, welchen Weg es einschlagen würde.

Das Harmonium diente ab da als Mietinstru-ment und war unter anderem 2015 an der Pariser Oper zu hören. Die letzten Jahre stand es als Dauerleihgabe in einer hiesigen Kapelle und begleitete Hochzeiten ebenso wie Beerdingungen.

Den Beginn des Weges hat es dann selbst eingeschalgen und mich mit akutem Holzwurmbefall quasi zur Restaurierung "gezwungen".

re: Außer der Entfernung einer leichten Staubschicht, gab es an dem Instrumen keine Reparaturen zu erledigen.

Doch nun wird das Instrument eine neue Wirkungsstätte bekommen und wurde für eine Revision komplett zerlegt.

Die gut konservierten Metallteile, sehen nach 11 Jahren noch wie neu aus (Oktavkoppel Diskant).

Jedoch hatte ich vor ein paar Wochen schon einen Motor vorbereitet, welcher noch angeschlossen werden musste. Im Bild sieht man die Schöpfventil-Platte eines Balges, welche für den Anschluss umgebaut wurde.

Im Unterbau war zwar nicht viel, aber genug Platz, um eine Drossel (mit drehbarer Klappe) einzubauen. Über eine Schnur mit dem Magazin verbunden, regelt diese die zugeführte Windmenge des Motors.

Dank des flexiblen Schlauchanschlusses, kann der Schöpfer weiterhin uneingeschränkt genutzt werden. Eine Klappe im Schöpfer (Bild ganz li), verhindert das Entweichen der Luft in Richtung Motor.

li: Wo komm ich nur raus? Das dichte "Flechtwerk" an Pedalstechern, bot nicht viele Möglichkeiten. Hier habe ich den Teilungsab-stand E-F gewählt und die Kondukte entsprechend "angepasst". Der innen liegende Halter gewähr-leistet, dass die Kondukte in ihrer Form und Position bleibt.

re: Blick in die Motorkiste. Noch fehlt die Schalldämmung. Die Luft wird über verdeckte Öffnungen im Boden angesaugt.

Der Anschluss des Motors über einen Schöpfer ist nicht die einzige, jedoch meines Erachtens eine der saubersten Methoden. Voraussetzung: genug Platz!

Vermutlich noch im August, wird dieses Instrument auf die Reise gehen, ich werde berichten.

Aufgrund von dringend benötigtem Urlaub, gibt es die nächste Aktualisierung erst am 21.08.

Bis dahin wünsche ich viel Spaß beim Lesen und verbleibe

mit harmonischen Grüßen

Thomas Reilich